E-Com Lexikon | Kennzahlen
ROAS: Bedeutung, Formel und Beispiel
Was der Return on Ad Spend aussagt, wie ihr ihn berechnet und warum er allein noch nichts über euren Gewinn verrät.
Kurz gesagt
Der ROAS (Return on Ad Spend) zeigt, wie viel Umsatz jeder Euro Werbebudget bringt. Er ist die wichtigste Kennzahl im Werbekonto, sagt allein aber noch nichts darüber, ob ihr Geld verdient.
Die Formel
ROAS = Umsatz aus Werbung ÷ Werbekosten
Rechnet Umsatz und Werbekosten immer auf derselben Basis, also beides netto oder beides brutto.
Rechenbeispiel
01
Ihr gebt im Monat 2.000 € für Meta Ads aus.
02
Laut Werbekonto bringen diese Anzeigen 8.000 € Umsatz.
03
ROAS = 8.000 € ÷ 2.000 € = 4. Jeder Werbe-Euro bringt also 4 € Umsatz.
Ob ein ROAS von 4 gut ist, hängt von eurer Marge ab. Genau das zeigt der Break-even-ROAS.
Was ist ein guter ROAS?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht. Ein ROAS von 3 kann bei hoher Marge sehr profitabel sein und bei niedriger Marge Verlust bedeuten. Entscheidend sind eure Marge, der durchschnittliche Warenkorb und wie oft Kunden wieder kaufen.
ROAS oder ROI?
Der ROAS schaut nur auf die Werbekosten. Der ROI berücksichtigt alle Kosten, also auch Ware, Versand und Gebühren. Ein hoher ROAS ist deshalb noch kein Beweis für Gewinn.
Typische Fehler
- Nur auf den ROAS schauen und die Marge vergessen
- Zahlen aus dem Werbekonto ungeprüft übernehmen, denn jede Plattform rechnet sich Käufe aus ihrer Sicht zu
- Einen hohen ROAS feiern, der nur aus Bestandskunden kommt und kein Wachstum bringt
- Kampagnen nach wenigen Tagen bewerten, obwohl Käufe oft erst später kommen
So machen wir das bei adtree
Wir bewerten Kampagnen nie nur nach dem ROAS im Werbekonto. Zu Beginn ermitteln wir gemeinsam mit euch den CAC, also was ein Neukunde maximal kosten darf, und erstellen eine Rentabilitätstabelle mit Marge, Warenkorb und Break-even-ROAS. Daran messen wir jede Kampagne und gleichen die Zahlen regelmäßig mit dem echten Umsatz in eurem Shop ab.
Verwandte Begriffe
Euer ROAS stimmt, aber der Gewinn nicht?
Wir schauen gemeinsam auf eure Zahlen und zeigen, wo eure Kampagnen wirklich Geld verdienen.